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Bildungswerk

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Allgemein

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Meldungen der Erzdiözese

St. Gallus Duchtlingen

  • Quelle: Fr. Dr. C. Mutschler

    Um 800 wurde die Kapelle durch das Kloster St.Gallen erbaut.
  • Nach 1300 Erweiterung des Langhauses nach Norden. Im vorderen Teil Einrichtung einer Marienwallfahrtskapelle. Bau des heutigen Turmes.
  • In spätgotischer Zeit Erstellung des jetzigen Chorraumes.
  • 1736 Neubau des heutigen Kirchenschiffes. Erhöhung des Chores Regencestuckdecke. Wertvolle Barockausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Hochaltar wird dem Villinger Bildschnitzer Josef-Anton Schupp zugeschrieben, die Marienkrönung im Mittelfeld der Bildhauerfamilie Zürn aus Überlingen.
  • 1833 Neugestaltung der Empore. An der Brüstung sind Musikinstrumente dargestellt. Die Kanone wurde an Festen zum Böllerschießen verwendet und zählt daher als Klanginstrument.
  • Ende 2000 bis Anfang 2001 Bau der neuen Ziegltrum-Pfeifenorgel.
  • 2012 Innenrenovation

Der heilige St. Gallus

Quelle: SE Hilzingen

Der heilige Gallus, wie die Gallier den mit seinem irischem Namen Kallech geheißenen Mönch aus dem berühmten Kloster Bangor nannten, war einer der zwölf Gefährten des heiligen Kolumban. Sie kamen von Irland auf das Festland herüber, um das Evangelium zu verkünden. Gallus begleitete den heiligen Kolumban nach Luxeuil, Fontaines und zu den Alemannen; als dieser weiterzog, blieb Gallus in der Gegend des Bodensees allein zurück. Er starb dort etwa um 640. Auf den Heiligen wird die Gründung des berühmten Benediktiner-Klosters Sankt Gallus zurückgeführt, das eine Pflanzstätte christlicher Kultur und Wissenschaft, christlicher Kunst und Sitte geworden ist und unermesslich Segen gestiftet hat. Die Reliquien des Heiligen wurden 1529 vernichtet.

Dargestellt wird der heilige Gallus als Einsiedler mit Pilgerstab und Brot; oftmals mit einem Bären, der ihm dient – auf Grund der Legende. Er ist Patron von St.Gallen; der Gänse und Hühner (wohl wegen seines Namens Gallus = Hahn).

Quelle: Fr. Dr. C. Mutschler

Vom hl. Gallus wird berichtet, dass er die fränkische und alemannische Sprache vortrefflich beherrschte und einer der eifrigsten Missionare unter den Gefährten des hl. Kolumban war. Seine ungestüme Natur riss ihn dabei einige Male zur Zerstörung der heidnischen Götterbilder hin, was aber den Hass der Einheimischen hervorrief, so dass die irischen Glaubensboten aus dem Lande der Alemannen sich eiligst zurückziehen mussten. Gallus ließ sich davon nicht beirren. Als Kolumban ihm gebot, dass er mit ihm und den anderen Brüdern weiter nach Oberitalien ziehen solle, blieb er am Bodensee zurück. Kolumban erblickte darin ein schwächliches Versagen des Gefährten, und so schieden die beiden Heiligen leider im Streit voneinander.